Unser Beitrag zur Verbesserung des Emissionsmonitorings für thermische Netze
Wir bauen für die Zukunft: auch digital!
Thermische Netze bilden ein zentrales Element der Energieversorgung der Zukunft. Oftmals gibt es jedoch Unterschiede bezüglich deren CO2-Bilanz. Bis 2050 wird im Einklang mit der nationalen Klimastrategie des Bundes ein vollständiger Ersatz von fossilen Energieträgern angestrebt (Netto-Null Ziel). Auf dem Weg zum Ziel bedarf es geeigneter Instrumente für ein effizientes und transparentes Emissionsmonitoring.
Partizipative Erarbeitung der Anforderungen
Unser GIS-Team darf hierbei tatkräftig Hand (beziehungsweise Tastatur) anlegen: wir konzipieren eine neue Datenbank für die Erhebung von Energiezentralen, deren Versorgungsgebiete und der für den Produktionsmix verwendeten Energieträger. Sie trägt den Namen Datenbank Thermische Netze (DTN) und soll die Erhebung von Emissionen durch thermische Netze so einfach wie möglich gestalten. Der Fokus liegt darauf, Rohdaten redundanzfrei zu speichern. Abgeleitete Informationen, Aggregationen (beispielsweise z. Hd. des Bundes, in Form von MGDM) und Analysen werden durch die Datenbank vollautomatisch erledigt. Das Datenmodell ist in INTERLIS modelliert, wurde interdisziplinär in einem partizipativen Prozess erarbeitet und trägt den Ansprüchen unterschiedlicher Nutzergruppen Rechnung.
Effiziente Erfassungsprozesse und maximale Datenverfügbarkeit
Mit der Modellierung des Datenmodells ist der erste grosse Meilenstein des Projektes erreicht. Nun geht es darum das System so zu konzipieren, dass die Erfassung der erforderlichen Informationen möglichst effizient ausgestaltet und die Nutzbarkeit der Daten maximiert werden kann. Dazu wird eine Erfassungslösung im Browser angestrebt, die es Betrieben möglichst einfach machen soll, die Daten ihres thermischen Netzes zu erfassen. Gleichzeitig sollen die Daten einem breiten Publikum möglichst barrierefrei zugänglich gemacht werden.
Die aus der DTN öffentlich publizierten Daten (es handelt sich dabei um eine Teilmenge der in der DTN erfassten Daten) sollen maximal zugänglich gemacht werden. So sollen bspw. Geodienste - vorgesehen sind WMS/WMTS und WFS - angeboten werden, mit welchen sich räumliche Informationen visualisieren lassen. Gleichzeitig lassen sich die OGC-konformen Dienste aber auch als API (Application Programming Interface) für die programmatische Anfrage von Daten nutzen, was z. B. eine Integration der DTN-Daten in internen Workflows zur Weiterverarbeitung oder zur Einbindung in die eigene Homepage offenlässt. Technologisch stützen wir uns auf bewährten Open-Source Lösungen ab. Der DTN Tech-Stack bedient sich eines Linux-Servers, einer PostgreSQL-Datenbank und QGIS Server / QWC2 - und natürlich INTERLIS.