Referenzbereich Energie

Systematische Energieanalysen

Referenzbereich Energie

Betriebs- und Energieoptimierung: durch Grobcheck und Feinanalyse

4045/204

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Auftraggeber

Gemeindeverband ARA-Region Lyss-Limpachtal

Objekt

Erstellen einer energetischen Feinanalyse zur Ermittlung von Optimierungspotentialen in der ARA Lyss.

Zeitlicher Ablauf

Datenerhebungen Sep. 14 - Dez. 14
Datenauswertung Okt. 15 - Feb. 15
Berichterstellung Jan. 15 - Mär. 15
Projektabschluss Jul. 2015

Kurzbeschrieb

Kennzahlen

Anlagengrösse 68'000 EW
Aktuelle Belastung 54'400 EW
Anzahl Gemeinden 10
Abwasseranfall 8'290'000 m³/a
Strombedarf 2'409'000 kWh/a
Wärmebedarf ca. 1'300'000 kWh/a
Klärgasproduktion 746'000 Nm³/a
Stromproduktion 1'694'000 kWh/a

Besonderheiten

Optimierung von Auslegung und Antrieben der Förderschnecken im Zulaufhebewerk
Betriebsoptimierung von Lamellenabscheider, Schlammwasserpumpen und -Rührwerk
Optimierung der Steuerung von Gebläsen, Rezirkulation und Spülung der Festbett-Biologie

Unsere Leistungen als Planer

Die 1968 in Betrieb genommene ARA Lyss wurde seither in mehreren Schritten erweitert und modernisiert. Die Anlage wurde 2003 mit einer Festbett-Biologie ausgerüstet. Seit 1989 sind für die Nutzung des anfallenden Klärgases BHKW im Einsatz. Zusätzlich werden Überschussschlamm aus einer benachbarten industriellen Abwasserbehandlungsanlage sowie Blut für die energetische Verwertung angenommen.
Die energetische Feinanalyse wurde mit folgenden Zielen erstellt:

  • Aufzeigen der Effizienz der wesentlichen Energieverbraucher und -produzenten im Vergleich zu Richt- und Idealwerten gem. EiA-Leitfaden
  • Ermittlung konkreter Massnahmen und Einsparungen sowie Berechnung oder Abschätzung von deren Wirtschaftlichkeit

Die Analyse wurde im Rahmen des Förderprogramms "Energieeffiziente ARA" von VSA, EnergieSchweiz, ProKilowatt und InfraWatt unterstützt

  • Die einzelnen Betriebsbereiche der ARA werden durch die Annahme von Blut und Schlamm unterschiedlich belastet, was einen direkten Vergleich mit Richt- und Idealwerten nur bedingt zulässt

  • Der Elektrizitätsbedarf der Anlage liegt - z.T. baulich bedingt - wesentlich über dem Richtwert. Durch betriebliche Optimierungen und Ersatzmassnahmen kann der Bedarf realistisch um bis zu ca. 250'000 kWh/a gesenkt werde.

  • Die Stromproduktion kann um bis zu ca. 150'000 kWh/a gesteigert werden

  • Der Wärmebedarf der ARA kann auch im Winter durch die überdurchschnittliche Klärgasproduktion und -nutzung vollständig aus eigener erneuerbarer Energie gedeckt werden

  • Der Elektrizitätsbedarf der nicht spezifisch zugewiesenen übrigen Infrastruktur weist einen hohen Anteil am Gesamtbedarf auf

  • Begehung vor Ort

  • Aufnahme aller Betriebs- und Kennzahlen der ARA

  • Auswertung und Verifizierung der vorhandenen Daten

  • Ermittlung der Energiesparpotentiale

  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

  • Erstellen von Massnahmenvorschlägen